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XHC WHB04B-4: Funk-Handrad am Eding-CNC

Zwei Wochen mit dem 433-MHz-Handrad an der Fräse — was es taugt, wo es hakt, und wie es an die Eding-Steuerung kommt.

Hinweis zu diesem Beitrag

Das hier ist der Beispielbeitrag aus der Einrichtung. Bilder sind Platzhalter, und die Eding-Konfigurationswerte haben ein plausibles Format, sind aber nicht gegen die Original-Handbücher geprüft. Vor einer echten Veröffentlichung ersetzen.

Warum überhaupt ein Handrad?

Wer eine Werkstückkante schon einmal über die Pfeiltasten angetastet hat, kennt das Problem: Man tippt sich in Hundertstelschritten heran, starrt dabei auf die Positionsanzeige statt auf die Maschine und merkt erst am Geräusch, dass der Fräser längst aufsitzt.

Ein Handrad dreht diesen Ablauf um. Die Hand führt, die Achse folgt, und der Blick bleibt dort, wo tatsächlich etwas passiert — am Werkzeug.

Das WHB04B-4 im Überblick

Das Gerät ist die Vier-Achs-Ausführung aus der WHB04B-Reihe. Es funkt auf 433 MHz an einen daumengroßen USB-Empfänger, läuft mit zwei AA-Zellen und hält sich mit Magnetfüßen an jeder Stahlfläche fest.

Bedient wird über zwei Drehschalter und eine Handvoll Tasten:

  • Linker Schalter — Achswahl: Aus, X, Y, Z, A
  • Rechter Schalter — Schrittweite ×1, ×10, ×100
  • Not-Aus — verrastender Pilzkopf
  • Display — Ist-Position, aktive Achse, Vorschub
Platzhalterbild: Handrad in der Hand
Das WHB04B-4 liegt schwer genug in der Hand, um beim Antasten nicht zu verrutschen.

Anschluss an die Steuerung

Platzhalterbild: Verkabelung
Empfänger und Steuerrechner im Schaltschrank.

Der USB-Empfänger gehört an den Steuerrechner, nicht an die Eding-Karte. Das ist der Punkt, an dem viele Anleitungen aus der Mach3-Welt in die Irre führen.

Praktisch heißt das: kurzes USB-Kabel, Empfänger möglichst weit weg von Frequenzumrichter und Schrittmotortreibern, sonst reißt die Funkverbindung unter Last ab.

Konfiguration in EdingCNC

Die folgenden Werte sind der Ausgangspunkt, von dem aus ich mich herangetastet habe:

inicnc.ini
# --- Handrad / MPG ---------------------------
[MPG]
Enabled        = 1
CountsPerRev   = 100
AxisSelect     = rotary
StepSizes      = 0.001, 0.01, 0.1
MaxFeed        = 2000   ; mm/min
Reverse        = 0

Vor dem ersten Verfahren

Not-Aus am Handrad auslösen und prüfen, ob die Steuerung wirklich stoppt — bei stehender Spindel. Ein Funkgerät ist kein Sicherheitsbauteil, und ein Verbindungsabbruch darf die Maschine nicht weiterlaufen lassen.

Makro zum Werkzeuglängen-Antasten

Der eigentliche Gewinn kommt, wenn das Handrad mit einem Makro zusammenspielt. Dieses hier fährt auf Sicherheitshöhe, tastet den Längentaster an und setzt den Nullpunkt:

gcodeantasten.nc
( Werkzeuglaenge antasten — Taster auf Maschinentisch )
G21 G90
G53 G0 Z-5
G53 G0 X120 Y45
G38.2 Z-50 F200
G0 Z2
G38.2 Z-5 F20
G92 Z[#5063 + 12.700]
G0 Z25
M30

Kurzübersicht

Merkmal Angabe
Funkfrequenz 433 MHz
Achsen X, Y, Z, A
Schrittweiten ×1, ×10, ×100
Stromversorgung 2 × AA
Empfänger USB, am Steuerrechner

Praxistest und Fazit

Nach zwei Wochen im Alltag bleibt ein klares Bild. Das Verfahren von Hand ist eine andere Welt als Tastendrücken — besonders beim Antasten und beim vorsichtigen Anfahren von Kanten.

Kritisch bleibt die Funkstrecke. Direkt neben dem Frequenzumrichter gab es Aussetzer. Mit versetztem Empfänger lief es dann zuverlässig.

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